Unternehmensberatung Teil.2 als Basis für die zukunftsorientierte Unternehmensbewertung

Inhaltsverzeichnis

Basis für die Gesamtbewertung, um Sie besser zu Verstehen

Zusammenführung von Bilanz, Erfolgsrechnung und Geldflussrechnung

Definition der Geldflussrechnung (Cashflow)

Rechnungslegung oder auch Rechnungslegungsrecht

Der Cashflow ist eine Kennzahl die besonders bei Investoren von Interesse ist

Definition der Liquidität

Cashflow aus Investitionstätigkeit findet in der Bilanz statt

Cashflow from Financing Activities CFF

Statement of Cashflow Geldflussrechnung

Free Cashflow als Grundlage für die Unternehmensbewertung (Moderne Unternehmensbewertung)

Unternehmensbewertung nach Discounted Cashflow oder DCF Verfahren

Ertragswertmethode und vereinfachtes Ertragswertmethode

Multiplikationsverfahren

Realoptions-Ansatz

Unternehmensplanung als Basis für die zukunftsorientierte Unternehmensbewertung

Definition der Liquidität

Die Liquidität ist die Atmung einer Unternehmung, deshalb ist es wichtig eine einheitliche Nomenklatur zu verwenden.

 

Der Begriff der Liquiditätswirksamen oder Unwirksamen können im folgenden Beispiel dargestellt werden.

 

Wir Verkaufen etwas auf Kredit und stellen den Kunde eine Rechnung zu. Das Ausstellen einer Rechnung verursacht noch kein Liquiditätszufluss erst bei Bezahlung gibt es ein Liquiditätszufluss. (Geldstrom wird erfasst)   

 

Wichtig auch die Liquidität kann unterschiedlich definiert werden

 

Enge Definition der Liquidität, kann im engeren Sinn ganz einfach nur die liquiden Mittel auch als Cash verstehen. Meistens in der Bilanz als Kasse, Post, Bank berücksichtigen.

 

Doch es kann auch die breitere Liquidität gemeint sein und darunter alles verstehen was zum Nettoumlaufvermögen gehört.

 

Nettoumlaufvermögen Breite Definition

 

Liquide Mittel                                              Kreditoren

Debitoren

Warnlager

 

 

 

 

 

 

Enge Definition

 

Liquide Mittel  

 

 

Definition nach Rechnungslegung

 

IFRS, US GAAP und Swiss GAAP FER definieren die Liquidität als «Zahlungsmittel» oder auch Cash dazu kommen noch die Zahlungsmitteläquivalente oder auch als Cash equivalents genannt.  

 

Liquide Mittel

 

 

Zahlungsmittel Cash

Barmittel und Sichteinlagen bei Kredit Institute

 

Quelle Prof Paul Sidiropoulos

 

Sichteinlagen = Bankguthaben für die keine Laufzeit oder Kündigung vereinbart worden ist.

Quelle Wikipedia

 

 

Zahlungsmitteläquivalent Cash equivalents

Kurzfristige äusserst liquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlich im Wert schwanken.

 

Präzisierung der Zahlungsäquivalenten

Zu den Zahlungsäquivalenten gehören alle kurzfristigen Finanzinvestitionen Beispiel Geldmarktpapiere die eine Restlaufzeit von weniger als drei Monate aufweisen und jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

 

Welche Definition wird meist Verwendet gemäss Rechnungslegung

 

Die Rechnungslegung orientiert sich der engen Definition der Liquidität, das Nettoumlaufvermögen NUV wird meist nur als Zwischenresultat verwendet.

 

Quelle Prof Paul Sidiropoulos

 

 

 

 

 

 

 

 

Cashflow aus Investitionstätigkeit findet in der Bilanz statt

 

Neben der Geldflüsse im Zusammenhang mit der Erfolgsrechnung, die im CFO erhalten sind gibt es Geldflüsse die in der Bilanz stattfinden.

 

Zu den Geldflüsse die in der Bilanz statt findet gehört der Cashflow der Investierungstätigkeit oder auch Cashflow from Investing Activities CFI, der die Geldflüsse und Geldabflüsse im Zusammenhang mit dem Anlagevermögen aufzeigt.

 

Geldfluss der Investierungstätigkeit allgemein

 

Geldfluss aus Desinvestition

-Geldfluss aus Investition

=Cashflow der Investitionstätigkeit

 

 

Definition von Investition

 

Ist die Verwendung von Mitteln, um Vermögenswerte des Anlagevermögen zu erwerben.

 

Definition Desinvestitionen

 

Bezeichnet der Rückfluss dieser Mittel auf Verkäufen von Vermögenswerte des Anlagevermögens.

 

Eine ausführliche Darstellung des CFI

 

Geldfluss der Investitionstätigkeit detailliert

Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerte des Sacheinlagevermögens

-Auszahlung für Investitionen in das Sachanlagevermögen

+Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten des immateriellen Anlagevermögen

-Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen

+Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerte des Finanzanalgevermögen

-Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögenn

+Einzahlung aus Verkauf von Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten

-Auszahlungen für Kauf von Tochterunternehmungen uns sonstige Geschäftseinheiten

 

=Cashflow des Investierungstätigkeit

 

Unterscheidung nach Rechnungslegung

 

Gemäss den IFRS-Vorschriften sind Geldflüsse aus dem Erwerb oder Verkauf von Tochterunternehmen und sonstige Geschäftseinheiten zwingend als separate Position innerhalb der Darstellung des CFI auszuweisen. Diese Vorschrift besteht unter US GAAP jedoch nicht.

 

 

 

 

 

 Welche Information gibt der CFI

 

Der Cashflow der Investitionstätigkeit gibt darüber Auskunft während bestimmter Zeitperiode in der Regel während des Geschäftsjahrs investiert hat und damit Chancen zum Wachsen realisiert hat oder ob es Anlagevermögen verkauft hat oder musste.

 

 

Cashflow from Financing Activities CFF

 

Neben den Geldflüsse in der Erfolgsrechnung und dem CFI im Anlagevermögen auch als Anlagen bekannt gibt es noch einen dritten Geldfluss der mit der Passivseite der Bilanz verbunden ist.

 

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit oder Cashflow from Financing Activities

Umfasst die Geldzuflüsse und Geldabflüsse auf der Passivseite der Bilanz nämlich im langfristigen Fremdkapital und im Eigenkapital.

 

Geldfluss der Finanzierungstätigkeit allgemein

Geldzufluss auf Finanzierung

-Geldabfluss für Definanzierung

=Cashflow der Finanzierungstätigkeiten

 

Definition von Finanzierung

Unter Finanzierung versteht man dabei die Beschaffung von Mitteln von Kapitalgebern sei es von dritten (Fremdkapitalgeber) oder von Eigentümern (Eigenkapitalgeber)

 

Definition von Definanzierung

Unter Definanzierung versteht man die Rückgabe der Mittel ob von dritten (Fremdkapital) oder den Eigentümer (Eigenkapital)

 

Geldfluss der Finanzierungstätigkeit detailliert

Einzahlung aus Eigenkapitalerhöhung (Emission von Aktien)

-Auszahlungen an die Eingekapitalgeber (Dividenden, Rückkauf eigener Aktien)

+Einzahlung aus der Emission von Anleihen bzw. aus der Aufnahme von Krediten

-Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen bzw. von Krediten

=Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten   

 

Geldflüsse aus Finanzierung

Ein Unternehmen erhöht das langfristige Fremdkapital oder Eigenkapital und beschafft sich so frische liquide Mittel. Dieser Tatbestand stellt einen positiven CFF und damit eine Finanzierung dar.

 

 

 

Merkmal die eine Erhöhung darstellen aber nicht Cash wirksam sind

 

o   Rückstellung so nehmen die Liquiditätsunwirksame zu aber es fliesst kein Geld

o   Gewinnvortrag oder Reserven wenn aus erwirtschaftete Gewinne die Reserven oder der Gewinnvortrag erhöht werden so fliesst kein Geld

o   Agio allerdings können die Reserven auch zunehmen wenn bei einer Kapitalerhöhung Agio einbezahlt werden fliesst Geld

 

 

Agio = Differenz zwischen Nominalwert und Kurs ( Beispiel eine Aktie hat ein Nominalwert von 100.- und aktueller Börsenkurs notiert bei 120.- ergibt ein Agio von 20.- pro Aktie

Geldflüsse für Definanzierung

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Ein Unternehmen reduziert das langfristige Fremdkapital oder das Eingekapital und damit liquide Mittel an die Kapitalgeber zurück. Dieser Tatbestand stellt ein negativer CFF und eine Definanzierung dar.

 

Merkmale die eine Reduktion darstellen ab nicht Cash wirksam

 

o   Rückstellung die können kleiner werden, weil sie nicht mehr gebraucht werden eine solche Auflösung geschieht ohne Geldabfluss

o   Rückstellung die können kleiner werden. Weil der Fall für die Sie gebildet worden sind ist auch eingetreten Geldabfluss negativer CFF  

o   Dividendenbeschluss wenn der Gewinn durch einen Dividendenbeschluss abnimmt, so ist noch zu Untersuchen ob die Dividenden in diesem Jahr noch bezahlt worden sind oder noch geschuldet bei Bezahlung Geldabfluss bei noch geschuldet kein Geldabfluss

 

 

Welche Information gibt der CFI

 

Ein positiver CFI informiert darüber, dass ein Unternehmen frisches Geld von Kapitalgebern beschafft hat bzw. beschaffen musste die Frage müsste noch untersucht werden.

 

Bei einem negativen CFI informiert darüber, dass ein Unternehmen seine Schulden zurück bezahlt oder schüttet Dividenden an die Eigentümer aus.

 

 

Statement of Cashflow Geldflussrechnung

 

Das Zusammenspiel der Geldflussrechnung oder Statement of Cashflow wie bereits erwähnt gibt es den CFO,CFI und CFF

 

In der Rechnungslegung nach IFRS, US GAAP und Swiss GAAP FER ist eine Geldflussrechnung zwingend vorgeschrieben. Die Geldflussrechnung ergänzt als wesentlicher Bestsandteil der Jahresrechnung die Bilanz, die Erfolgsrechnung und die Eigenkapitalveränderung.  

 

 

Funktion und Aufbau der Geldflussrechnung

 

Das Hauptziel einer Unternehmung ist Gewinn  zu erzielen für den Erhalt und weitere Investitionen zu tätigen, doch Gewinn ist lediglich die Nahrung und Liquidität die Atmung, deshalb muss auch genügend Liquidität zur Verfügung stehen.

 Um das Ziel der Liquidität zu erreichen muss es Überwacht werden und deshalb gibt es die Geldflussrechnung. Die Geldflussrechnung informiert deshalb darüber, wo das Unternehmen liquide Mittel generiert und wie es diese verwendet. Dies hilft, insbesondere die folgende Punkte zu beurteilen:

 

o   Fähigkeit, in Zukunft Überschüsse an liquiden Mitteln zu generieren

o   Fähigkeit, seine Zahlungsverpflichtungen nachzukommen

 

Aufbau der Geldflussrechnung

 

Geldzuflüsse und -abflüsse entstehen durch die Geschäftstätigkeit Cashflow from Operating Activities), aus Investitionstätigkeiten (Cashflow from Investing Activities) und die Finanzierungstätigkeiten ( Cashflow from Financing Activities)

 

Alle drei Zusammen bewirken die Veränderung der Liquidität innerhalb eines bestimmtes Zeitraums.

 

Aufbau der Geldflussrechnung

Cashflow der Geschäftstätigkeit       CFO

Cashflow der Investitionstätigkeit     CFI

Cashflow der Finanzierungstätigkeit            CFF

=Veränderung des Finanzmittelfonds oder Liquide Mittel

 

 

Interpretation der Geldflussrechnung

 

Starke Unternehmungen erzielen operativ genügend Liquide Mittel um die Investitionen und die Finanzierung zu tilgen.

 

Ein Beispiel einer Geldflussrechnung von einer starke Unternehmung

Cashflow der Geschäftstätigkeit CFO                        300

Cashflow der Investitionstätigkeit CFI                     150

Cashflow der Finanzierungstätigkeit                                    70

Veränderung Finanzmittelfond oder Liquidität  80

 

Diese Unternehmen generiert aus eigener Kraft mit seiner operativen Geschäftstätigkeit liquide Mittel von 80 und kann Investitionen für die Zukunft tätigen (ob richtige oder nicht wird nicht beantwortet) für das gibt es ein Investitionscontrolling, die dieser Frage nachgeht zusammen mit der Balance Scorecard auch BSC genannt. Trotzdem bleibt noch genügend übrig, um es den Kapitalgebern zurückzugeben. Das Unternehmen ist in der Lage Schulden zu bezahlen und Dividenden an die Eigentümer auszuschütten und es bleibt noch 80 in der sogenannte Kriegskasse übrig.

 

 

 

Ein Beispiel einer Geldflussrechnung von einer Unternehmung in der Krise

 

Ein Beispiel einer Geldflussrechnung von einer Unternehmung in der Krise

Cashflow der Geschäftstätigkeit CFO                        -300

Cashflow der Investitionstätigkeit CFI                     150

Cashflow der Finanzierungstätigkeit                                    230

Veränderung Finanzmittelfond oder Liquidität  80

 

Diese Unternehmung verliert mit sein der operativen Geschäftstätigkeit liquide Mittel von 300. Damit es weiterhin liquide bleibt, muss es Anlagevermögen verkaufen und zu Geld machen. Zudem ist angewiesen von den Kapitalgebern – den Gläubigern und Eigentümern frisches Geld zu bekommen. Es muss also Schulden machen bzw. das Eigenkapital erhöhen um die Liquidität zu sichern.

 

Ein Beispiel einer Geldflussrechnung von einem Start-up  

Cashflow der Geschäftstätigkeit CFO                        -300

Cashflow der Investitionstätigkeit CFI                     -150

Cashflow der Finanzierungstätigkeit                                    530

Veränderung Finanzmittelfond oder Liquidität  80

 

Diese Unternehmung verliert mit seiner operativen Geschäftstätigkeit liquide Mittel 300 zudem investiert es 150 beides ist typisch für eine neu gegründete Unternehmung solche hat es in der ersten Lebensphase vor allem Aufwendungen ohne das besonders viel Umsätze generiert werden.

 

Beide Geldflüsse werden von den Kapitalgebern – den Banken und Eigentümer finanziert den Sie glauben an das Zukunftspotenzial  des neuen Unternehmen.

 

Besonders bei Start-up zu beachten ist (Cash-Burn-Rate)

 

Was bedeutet diese Kennzahl(Cash-Burn-Rate) in einem Start-up

 

Wie hoch ist das Starkapital und wie hoch sind die laufenden Kosten, das Bedeutet reicht das Startkapital aus oder muss neues beantragt werden. Ist das gewünschte Wachstum vorhanden oder kann das Ziel nicht erreicht werden. Wie groß ist das Vertrauen in das Produkt oder war es eine Fehlinvestition und muss Insolvenz beantragt werden.

 

Beispiel Burn Rate

Startkapital                200’000

Laufende Kosten        150'000           im Jahr

Umsatz                       10’000            im ersten Jahr  

=Burn Rate               17

 

Herleitung

 

150’000/12= 12’500-833= 11'666.66

Die Burnrate ist somit 17 Monate indem das Start-up bei certi paribus überleben kann.

 

 

Herleitung Umsatz auf den Monat die die Kosten entlasten 833 = 10’000/12= 833

Free Cashflow als Grundlage für die Unternehmensbewertung (Moderne Unternehmensbewertung)

Unternehmensbewertung, Unternehmen bewerten lassen für einen besseren Verkauf,

Besonders bei der ganzheitliche Methode wird der Free Cashflow als Basis herangezogen.

 

Eine Unternehmung ist aus Sicht der Kapitalgeber bzw. Sicht der Investoren dann wertvoll, wenn möglichst viel an Free Cashflow generieren kann und somit Mittel schafft, die an die Investoren zurückgegeben werden können.

 

Aus diesem Grund wird der Free Cashflow oft als Grundlage für die Unternehmensbewertung verwendet. Ein der modernste Unternehmensbewertungsmethode die Discounted-Free-Cashflow-Methode, definiert den Wert eines Unternehmens als Summe aller abgezinsten zukünftiger Free Cashflows, die eine Unternehmung zu generieren verspricht.

 

Vorteil der Unternehmensbewertung auf Basis des Free Cashflows oder Discounted Free Cashflow Methode auch DCF genannt ist.

 

Man stützt sich nicht nur auf die Bilanz oder die Erfolgsrechnung, sondern es wird ganzheitlich betrachtet.

 

Die Bilanz oder die Erfolgsrechnung können durch stille Reserven oder andere buchhalterische Ermessensentscheide beeinflusst oder gar manipuliert sein.

 

Definition Free Cash Flow

 

Ist definiert als Summe von Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit CFO und Cashflow aus Investitionstätigkeit CFI. Er zeigt die Liquiden Mittel auf, die eine Unternehmen nach Tätigung der notwendigen Investitionen netto für die Kapitalgeber geschaffen hat, und bildet damit eine wichtige Basis für Unternehmensbewertung.

 

Free Cashflow

Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit

Cashflow aus Investitionstätigkeit

=Free Cashflow

 

 

 

Unternehmensbewertung nach Discounted Cashflow oder DCF Verfahren

 

Besonders international am weitesten verbreitete Bewertungsmethode, Es handelt sich hierbei um investitionstheoretisch fundierte Ansätze, bei denen der Wert eines Unternehmens – analog zur Ermittlung des Wertes einer Investition – auf Basis der auf den Bewertungszeitpunkt abgezinst, zukünftig zu erwartenden Cashflows berechnet wird.

 

Die erwarteten künftigen Cashflows aus dem Unternehmen stehen dabei als Synonym für den in Zukunft erwarteten Nutzen, den das Unternehmen seinen Kapitalgeber stiftet.

Nichtfinanzielle Nutzenkomponenten wie Prestige, Marke, werden nicht in das Bewertungskalkül einbezogen.

 

 

Mit dem Vergleich dieser künftigen Cashflows mit der Rendite der alternative auch als Opportunitätskosten bekannt oder Geldverwendung, die sich im Diskontierungszinssatz widerspiegelt, wird der Unternehmenswert abgeleitet. 

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Wie wird der Diskontierungssatz bestimmt?

Zur Bestimmung des Diskontierungssatz greifen die DCF Verfahren auf Kapitalmarkttheoretische Verfahren unter anderem auf das Capital Asset Pricing (CAPM) zurück.

 

Diese konzeptionelle Orientierung am Kapitalmarkt (Börse) stellt den wesentlichsten Unterschied zu den klassischen Ertragsverfahren dar.

 

Capital Asset Pricing CAPM allgemein (Modell)

 

Rendite der Risikolose Anlage                      rf

Betakoeffizient der betrachtete Anlage        

Erwartete Rendite des Marktes                     E(rm)

=Geforderte Rendite                                   E(r)

 

  

Die Formel lautet wie folgt für die Praktiker

 

Erwartete Rendite = risikoloser Zins i + ß × (Marktrendite – risikoloser Zins)

 

 

Zudem wird noch die Marktrisikoprämie,berechnet

 

Marktrisikoprämie = Erwartete Rendite – Marktrisikoprämie

 

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Arten von DCF Discounted Cashflow Verfahren

 

o   Entity Ansatz

o   Equity Ansatz

o   Adjusted Present Value Ansatz

 

 

Entity Ansatz (Bruttoverfahren)

 

Beim Entity Ansatz wird durch die Abzinsung der Zahlungsüberschüsse, die allen Kapitalgebern, also sowohl den Eigen als auch den Fremdkapitalgebern zur Verfügung stehen, mit einem Mischzinssatz aus eigenem und Fremdkapitalkosten der Gesamtwert der Unternehmung ermittelt.

 

Equity Ansatz ( Nettoverfahren)

 

Werden nur die Cashflows abgezinst, die einschließlich den Eigenkapitalgebern zustehen. Die Abzinsung erfolgt dem entsprechend mit dem Eigenkapitalkosten des Unternehmens.

 

Adjustet Present Value Ansatz

 

Wird in einem ersten Schritt der Marktwert des Gesamtkapitals unter der Fiktion der vollständige Eigenfinanzierung des Unternehmens ermittelt. In einem zweiten Schritt wird dann die Auswirkung einer Fremdfinanzierung auf den Unternehmenswert eines sogenannte Tax Shield berücksichtigt, das der Steuerersparnis aufgrund der steuerlichen Abzugsfähigkeit der Fremdkapitalzinsen entspricht.

 

 

Bei gleicher Annahme führen alle drei Arten auf dasselbe Ergebnis, kann auch als plausibilisierung verwendet werden. 

Ertragswertmethode und vereinfachte Ertragswertmethode

Die Ertragswertmethode war lange Zeit in Deutschland die am meist verbreitete Unternehmungsbewertungsverfahren, dies liegt daran, dass das Ertragswertverfahren für Wirtschaftsprüfer in Deutschland in ihrer Funktion als neutraler Gutachter zwingend vorgeschrieben war.

 

Der starke Einfluss angloamerikanischer Unternehmensbewertungsmethodik in der akademische Diskussion, die stärke Internationalisierung, unternehmerischer Aktivitäten und die damit verbundene Forderungen internationale standardisierte Bewertungsmethodik sowie die Verbreitung der Shareholder Value Ansatz als Management Konzept haben dazu geführt, dass der Standard des IDW die DCF Verfahren mittlerweile als weitere Bewertungsmethodik neben der Ertragswertmethode stellt.

 

In der Bewertungspraxis ist nicht nur eine Gleichstellung der Ertragswertmethode und der DCF Verfahren, sondern auch eine starke Annäherung der Ertragswertmethode an den DFC Equity Ansatz zu beobachten. Wird als modernste Ausprägung des Ertragsverfahren der Zahlungsstromorientierte Cashflow orientierte Ansatz) herangezogen und die Ableitung des Eigenkapitalkostensatzes aus kapitalmarktheoretischen Modellen (CAPM) vorgenommen, so führen der DCF Equity Ansatz und das Ertragswertverfahren zu identischen Bewertungsergebnisse.

 

Die vereinfachte Ertragswertverfahren wurde durch das Bewertungsgesetz eingeführt. Maßgeblich Bewertungsziel nach der Erbschaftsteuerreform ist der gemeine Wert.

Bewertung von nicht Börsenkotierte Unternehmungen

Für die Bewertung von nicht Börsennotierte Anteilen an Kapitalgesellschaften und Betriebsvermögen enthält das Bewertungsgesetz nun das  vereinfachte Ertragswertverfahren.

 

 

Schließt aber nicht aus, dass die DCF Equity Ansatz als Vergleich herangezogen werden darf. Das einfache Verfahren muss und die DCF darf durchgeführt werden, das gute daran ist wenn die DCF durchgeführt wird können die Daten auch für die Vereinfachte Methode herangezogen werden. 

 

Multiplikationsverfahren

 

Bei den Multiplikationsverfahren handelt es sich um einfache Regeln zur Berechnung von Unternehmenswerten. Der Vorteil dieser Regeln ist, dass sie relativ schnell zu nachvollziehbaren Ergebnis führen, weshalb Sie in der Praxis häufig angewendet werden. Aufgrund des Vereinfachungsgrad werden Sie in der Theorie jedoch auch scharf kritisiert.

 

Bei den Multiplikationsverfahren handelt es sich um Vergleichsverfahren, die den Wert des zu bewertende Unternehmen aus den Börsenkurse vergleichbarer Unternehmen (Comparative public company) oder der realisierten Marktpreisen vergleichbarer Transaktionen  (recent acquisition) ableiten. Sie werden daher auch als marktorientierte Bewertungsverfahren bezeichnet. Die nach den comparative public company approach ermittelten Multiplikatoren werden als Trading Multiplikatoren und die nach recent acquisition approach als Transaction Multiplikatoren bezeichnet.

 

Die Wertfindung

 

Werden die erhobenen Marktpreise der Vergleichsunternehmen bzw. der Vergleichstransaktionen zu bestimmten Unternehmensgröße in Relation gesetzt. Die daraus resultierende Verhältniszahlen werden dann auf die für das zu bewertende Unternehmen erwartete Bezugsgröße angewendet.

 

Einsetzung in der Praxis

 

In der Praxis wird es meist bei Kleinunternehmen, Praxen und Büros mitunter Multiplikatoren, die auf branchenspezifischen Erfahrungssätze beruhen. «Wird auch als Daumenregeln verwendet»

 

Die Bewertung mit branchenspezifischen Umsatzmultiplikatoren biete bei kleineren Praxen und Büros Vorteile: Zum einen gestalten sich die einvernehmliche Ermittlungen der nachhaltigen Erträge auf Basis der Vorhandenen Informationen und der gegebenen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Gestaltungsspielräume sehr schwierig.

Da bei diesem Verfahren lediglich auf der potenziellen künftigen Umsatz beruht, ohne weitere Nachhaltigkeitskriterien.  Zum anderen ist dieses Verfahren für kleine Praxen und Büros aus einer Kosten – Nutzenabwägung heraus häufig das effektivste Bewertungsverfahren.

 

 

 

Realoptions-Ansatz

 

Die Realoptions-Ansatz ist eine neue Bewertungsmethode, die in der Investitionsrechnung, in der Unternehmensbewertung und als Management-Konzeption eingesetzt werden kann.

Realoptionen sind Handlungsflexibilität des Managements. Sie ermöglichen eine Entscheidung über zukünftige Investitionen und Desinvestitionen auf Basis in der Zukunft zufließender Informationen zu treffen.

Die Möglichkeit mit einer Investitionsentscheidung zu warten und die Entscheidung in Abhängigkeit von der Entwicklung relevanter Umweltzustände zu einem späteren Zeitpunkt treffen zu können, stellt einen monetären Vorteil dar.

 

Der Realoptions-Ansatz ist von der Konzeption stark mit dem Entscheidungsbaumverfahren verwandt. Der Entscheidungsbaumverfahren ist eine Spezifizierung der DCF Verfahren zur Lösung mehrstufiger Entscheidungsprobleme. Auch der Realoptions-Ansatz basiert auf der DCF Methode, berechnet aber den Wert von Handlungsmöglichkeiten über spezifische Optionsmodelle aus der Finanzwirtschaft. Der Realoptions-Ansatz kommt dann zur Anwendung wenn das Bewertungsobjekt ein großes Potenzial an Gestaltungsmöglichkeiten aufweist und sich in einem unsicheren Marktumfeld bewegt.

 

Innerhalb der Optionstheorie

 

o   Analytische Verfahren

o   Nummerische Verfahren

Analytische Verfahren zeichnen sich durch eine kontinuierliche, zeitstetige Modellierung der Wertentwicklung des Basisinstrument aus. Ihr bekanntester Vertreter ist die Black Scholes Gleichung Analytische Verfahren werden überwiegend bei der Bewertung von Finanzoptionen eingesetzt.

 

 

Nummerisches Verfahren basieren auf einer Betrachtungen von Zeitintervallen daher einer diskreten Modellierung der Wertentwicklung des Basisinstrumentes. Das Binomial Modell ist das bekannteste nummerische Verfahren. Bei der Bewertung von Realoptionen wird überwiegend das Binomial Modell eingesetzt. Das Binomial Modell hat die Vorteile der einfacher mathematische Anforderungen und der größeren Transparenz und Nachvollziehbarkeit für den Bewerter.

Unternehmensplanung als Basis für die zukunftsorientierte Unternehmensbewertung

Jede zukunftsorientierte Unternehmensbewertung basiert auf einer Unternehmensplanung, die somit wertbestimmend ist für ein Unternehmen. Schon augenscheinlich geringfügige Änderungen in der Planung können erheblichen Auswirkungen auf den Unternehmenswert haben.

 

Rolle der Unternehmensführung und Planung in unserer Gesellschaft

 

Die Kerngröße des Unternehmenswerts ist der Cashflow, der dem Unternehmen in der Zukunft also langfristig zur Verfügung steht. Ein Unternehmen kann aufgrund einer günstige Konstellation kurzfristig durchaus einen überdurchschnittlichen ökonomischen Erfolg aufweisen. Das bedeutet noch nicht dass es auch über die innere Kraft verfügt, diesen Erfolg in Zukunft aufrechtzuerhalten. Nur wenn es gut Aufgestellt ist, in allen Bereichen gut funktioniert und zukunftsorientiert investiert wird sich auch langfristig behaupten können.

 

Ein weiterer Aspekt ist der Unternehmenszweck und nicht nur der Erfolg zu beachten, Lange wurde er nur als ausschließlich ökonomische Basis bleiben zwar weiterhin ein grundlegendes und vordringliches Ziel.

 

Es kommen aber weitere Ziele dazu vor allem gesellschaftliche und ökologisch,  diese Neuorientierung führt dazu, dass die Unternehmungen immer mehr auch als öffentliche Institutionen mir einer gesellschaftlichen Verantwortungen wahrgenommen werden.

Das gilt nicht nur für internationale tätigen Unternehmen, sondern auch für kleine und mittlere Unternehmen, die für ihre Region oft von prägender Bedeutung sind.

 

Die Unternehmungsführung ist durch diese veränderte Situation sehr Anspruch und verantwortungsvoll geworden:

 

o   Das Unternehmen muss in seinem Umfeld richtig positioniert werden daher so, dass es Chancen und günstige Konstellation optimal nutzen kann.

o   Das Unternehmen ist immer so zu organisieren und in seine Funktion zu optimieren, dass, es effizient Leistungen produziert.

o   Die Mitarbeiter sind eine Schlüsselgrösse im internen Geschehen.

o   Führung die Mitarbeiter müssen so behandelt werden, dass sie sich mit Überzeugung und von innen heraus für die Unternehmensziele einsetzen.

Das Management muss die wesentliche Zusammenhänge überblicken und einen erfolgreichen Kurs für die Entwicklung des Unternehmens festlegen.

 

 

 

Ziel und Aufgaben einer Unternehmensführung

 

Unternehmensführung ist die Ausrichtung des Unternehmensganzen auf bewusst gewählten und als wichtige erkannte Ziele.

 

Die Unternehmensführung legt also vor allem den Kurs fest, den das Unternehmen einschlagen soll. Sie tut dies aufgrund einer differenzierten Umwelteinschätzung, von Analysen der unternehmenseigenen Fähigkeiten, von Prognosen, aber auch von Einfällen, Geistesblitzen und Ideen.

 

Unternehmensführung kann auf einer abstrakten Ebene als Prozess der Informationsverarbeitung verstanden werden. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Franklin (Samstag, 24 Oktober 2020 11:15)

    Ein mega Artikel, sehr ausführlich, alles drin. Vielen Dank. Bin auf weitere Inhalte gespannt zum Thema: Unternehmensberatung.